Dienstag, Juni 27, 2017

ortsunabhängiges Arbeiten

0

Die Vorteile in einer Selbstständigkeit sind dass du dein eigener Chef bist, du sagst welche Aufträge du annimmst, wie hoch dein Angebot ist und auch wo dein Firmensitz ist. Dies gilt erstmal völlig unabhängig davon ob du dies im Nebengewerbe oder als Selbstständiger in Vollzeit machst. Du hast viele Parameter die du direkt beeinflussen und somit dein Unternehmen selbst prägen kannst.

Sofern dein Aufgabengebiet etwas mit digitaler Arbeit zu tun hat, hast du noch einen weiteren tollen Vorteil: du kannst arbeiten wo du möchtest. Du bist ortsunabhängig. Du bist nicht an einen bestimmten Ort gebunden und kannst überall dort arbeiten wo dir ein Rechner und ein Internetanschluss zur Verfügung steht.

Bis vor einigen Monaten war der Begriff des ortsunabhängigen Arbeiten für mich zwar kein neuer, aber keiner mit dem ich mich aktiv beschäftigt habe. Als leidenschaftlicher Leser von Reiseblogs war es immer ein Gefühl der Bewunderung gegenüber des Bloggers. Immerhin kann dieser die Welt sehen und verdient dabei noch Geld. Aber das ist nichts für mich, immerhin bin ich fünf bis sechsmal pro Woche in der Firma um dort meine Vertraglich vereinbarten Stunden abzuleisten.

Seitdem ich mich beruflich umorientieren musste und mich letztlich – nebenberuflich – selbstständig gemacht habe, ist dies anders. Ich verspüre auf einmal die Macht die hinter dem Begriff ortsunabhängiges Arbeiten

 

 

Wozu auch, war ich es doch nicht anders gewohnt als fünf bis sechsmal pro Woche zum Arbeitsplatz zu fahren und dort meine vertraglich vereinbarten Stunden abzuleisten.

 

Nachdem ich mich umorientieren musste und mich letztlich – nebenberuflich – selbstständig gemacht habe ist dies anders.

 

 

 

Jetzt werden einige vielleicht das Bild von thailändischen Palmen und Menschen die am Strand liegen im Kopf haben, aber nur weil man nicht an einen Ort gebunden ist, heißt dies ja nicht dass man automatisch auch verreist.

 

 

 

 

 

 

 

Ortsunabhängiges Arbeiten war bis vor kurzem für mich zwar kein Fremdwort, dennoch nichts womit ich mich aktiv beschäftigte. Für mich war absolut normal und alltäglich fünf mal in der Woche zur Arbeit und zurück zu fahren. Mich darüber zu ärgern dass die Bahn wieder zu spät ist oder einfach mal erst in einer halben Stunde kommt. So gesehen tote Zeit, welche man mit unnötigem Warten und Unproduktivität verbringt. Noch bevor ich mich beruflich neu orientieren musste, war der Begriff ortsunabhängiges Arbeiten schon ein paar mal aufgekommen. Nämlich immer dann wenn ich mich durch Reiseblogs laß. Wäre es nicht schön in einem VWBulli durch Südamerika zu reisen und dabei auch noch Geld zu verdienen? Das wäre was, da ich beruflich in einer vierzig Stunden Woche gefangen war, war ortsunabhängiges Arbeiten nichts weiter in Begriff der sicher nicht für mich zutreffen würde.

Nachdem ich mich ab Mai 2016 beruflich neuorientieren musste, rückte ortsunabhängiges Arbeiten zurück in den Fokus. Warum diesen – nicht wirklich schönen – Bruch als Chance anstatt als Niederlage sehen? Warum nicht jetzt endlich den Schritt wagen und das machen, was mir auch Spaß macht? Weg aus dem Hamsterrad, hinein in eine Arbeitswelt nach meinem Geschmack.

Doch was ist Ortsunabhängiges Arbeiten überhaupt?

Dies bedeutet dass man seinem Beruf unabhängig vom Ort ausüben kann. Man ist also nicht darauf angewiesen jeden Tag ins Büro/Geschäft etc zu fahren. Das spart Fahrtkosten, Zeit und schont im besten Fall die Nerven.
Praxisnahes Beispiel: Das Homeoffice, welches immer öfter von Firmen angeboten wird. Denn dies spart natürlich auch für die Firma ordentlich Geld.

Doch ortsunabhängiges Arbeiten bietet noch weitaus mehr: In der Regel kannst du dir das Zeitfenster auch noch selbst aussuchen. Ob du nun Nachts um drei Uhr am Flughafen von Zürich oder mittags um elf am Strand von Koh Samui arbeitest, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur dass das Ergebnis stimmt. Es gehört also auch eine große Portion Motivation dazu.

Angstellt oder Selbstständig?

Ortsunabhängiges Arbeiten bedeutet für mich Freiheit und Freiheit kann man meiner Meinung nur sehr schwer in irgendwelchen Firmen haben. Es gibt immer Regeln und company policies. Daher steht ortsunabhängiges Arbeiten für mich für Selbstständiges Arbeiten. Selbstständig wie eigenverantwortlich für alles. Daher nehme ich in meinen Beiträgen immer auf eine Selbstständigkeit Bezug.

Und für wen ist es geeignet?

Im Grunde genommen für jeden. Es gehört wie gesagt eine Portion Motivation und der richtige Job dazu. Dass ein Koch aus dem fünf Sterne Hotel nicht von zuhause kochen kann, ist eigentlich klar. Doch ein jeder der digital arbeitet, hat im Grunde genommen schon gute Voraussetzungen für ortsunabhängiges Arbeiten. In der Regel reichen schon ein Laptop und eine aktive Internetverbindung aus und schon steht dem ganzen nichts mehr im Weg.

Was bringt es mir?

Ortsunabhängiges Arbeiten (in der Selbstständigkeit) bringt dir den großen Vorteil endlich da zu arbeiten wo du es möchtest. Nicht da wo dein Chef dich hinschickt, sondern dort und nur dort wo du willst! Du lernst mehr Verantwortung zu übernehmen und Einkünfte zu erzielen.

Wäre Ortsunabhängiges Arbeiten etwas was du dir Auch vorstellen könntest?

Nachgefragt: Maria Anna Thiele im Interview

1

Mit „Nachgefragt“ startet diese Woche eine neue Blogreihe in der ich junge Gründer und Unternehmer vorstellen möchte. Dabei geht es um die Motivation, die Hintergründe und nette Plaudereien rund um die Selbstständigkeit, das StartUp oder das Ortsunabhängige Arbeiten.

maria_anna_thiele_02
digital und auf Reisen viel unterwegs: Maria Anna Thiele © Maria Anna Thiele

In der heutigen ersten Episode möchte ich euch Maria Anna Thiele vorstellen. Maria Anna hat sich ganz bewusst aus ihrem sicheren Angestelltenverhältnis gelöst und hat sich im Juli 2016 selbstständig gemacht. Als nun freiberufliche Journalistin und Fotografin tingelt sie durch die Welt und genießt die Freiheiten der Selbstständigkeit. In Ihrem Blog „Maria meets Anna“ teilt sie eine ganze Menge von diesen tollen Erfahrungen. Ich habe mich mit Anna Maria unterhalten und dabei ist dieses tolle Interview entstanden. Viel Vergnügen!

Maria Anna, vielen Dank dass du die Zeit gefunden hast, hier Rede und Antwort zu stehen! Stell dich doch bitte einmal kurz vor.

Maria Anna: Hi, ich bin Maria Anna, ein Yogi-Veggie, der mit wenig Gepäck um die Welt reist – und von unterwegs arbeitet. Meinen Job als Beamtin hing ich im Juni 2016 an den Nagel und arbeite seit dem als freie Texterin und Fotografin.

Du hast dich nun ganz bewusst gegen ein Angestelltenverhältnis entschieden und dich selbstständig gemacht. Was waren deine Beweggründe dafür?

Maria Anna: Ich habe von Anfang an gemerkt, dass mich 9-to-5 – in meinem vorherigen Job eher 7-to-6 – nicht glücklich machten. Gar nicht. Ich habe lange gedacht, dass läge an mir und ich würde mich schon rein finden – machen ja alle irgendwann -, aber das wurde einfach nicht. Irgendwann habe ich angefangen, mich zu informieren, zu überdenken und zu ergründen, ob das Leben wirklich so sein muss.

Durch meine Reisen habe ich viele unterschiedliche Gesellschaften und Lebensformen gesehen und gemerkt: Nein, muss es nicht! Einer der ersten Blogs, den ich zu diesem Thema gefunden habe und der mir sehr geholfen hat, mutig und stark zu werden, selbstbestimmt zu agieren, war Planet Backpack von Conni Biesalski. Nach einer langen Krankheit habe ich dann Nägel mit Köpfen gemacht und die Beurlaubung in der Behörde eingereicht. Seit dem bin ich selbstständig.

Als digitaler Nomade steht dir sozusagen die ganze Welt offen. Wo hältst du dich im Moment auf und wieso genau dort?

Maria Anna: Aktuell ist meine Homebase Hamburg und das finde ich auch ganz gut so. Zum einen ist hier mein Ehefreund, zum anderen meine Freunde, viele Auftraggeber, mit denen ich so auch im persönlichen Kontakt stehe. Ich bin aber sehr oft auf Reisen, da bietet sich Hamburg als Ausgangspunkt natürlich an. Für ein Jahr werde ich das noch genießen, aber dann geht es auf Weltreise. Einen Sommer nochmal in Hamburg, dann reisen wir mit dem Defender um den Erdball – auch ein Grund, warum wir gerade noch in Hamburg sind: Geld sparen. Haha, sagt sie, während sie die teuerste Miete des Landes überweist.

Wie läuft ein typischer Arbeitstag für dich ab?

Maria Anna: Mmh, einen richtigen typischen Alltag gibt es eigentlich nicht. Jeder Tag ist anders und eigen. Es gibt Tage, an denen stehen Termine an, Reisen, an anderen nicht, an einigen Tagen arbeite ich mehr, an anderen weniger oder gar nicht – das glückliche Dasein als Freelancer mit freier Zeiteinteilung und fairer Bezahlung.

An einem typischen Tag Zuhause – also nicht unterwegs – stehe ich für gewöhnlich um 07:30 Uhr auf, mache mir einen grünen Smoothie und setze mich an meinen Schreibtisch. Ich erledige wichtige Textaufträge gern am Morgen, wenn ich besonders produktiv und kreativ bin. Nach einem Mittagessen – Zuhause oder unterwegs mit Freunden oder für Auftraggeber – erledige ich vor allem Papier- und Mailkram, nehme Termine wahr oder arbeite an meinem Blog. An späten Nachmittag gehe ich gern raus, zum Sport, spazieren, treffe mich mit Freunden. Manchmal auch erst am Abend, manchmal lese ich aber auch einfach. Manchmal mache ich auch am Nachmittag nichts mehr oder schlafe aus oder oder oder. Ich versuche jeden Tag so zu leben, wie ich es mag und worauf ich gerade Lust habe. Die Deadlines bleiben natürlich immer im Blick.

Ob in Hamburg oder in weiter Ferne, ortsunabhängiges Arbeiten ist überall möglich!
Ob in Hamburg oder in weiter Ferne, ortsunabhängiges Arbeiten ist überall möglich!

Ich persönlich empfinde die Kundenakquise als schwierig. Besonders ohne vorzeigbare Referenzen ist sehr schwierig, an neue Kontakte zu kommen. Wie meisterst du diesen Weg?

Maria Anna: Mmh, also ich habe vorher schon als Redakteurin und Autorin gearbeitet, weswegen ich Referenzen in diesen Bereichen vorweisen kann. Bilder – ich arbeite auch als Fotografin – sprechen für sich. Trotzdem kenne ich diese Ungeduld. Als ich mich selbstständig machte, saß ich wie auf heißen Kohlen, wollte sofort ganz viele Jobs und weiter kommen. Aber es ist tatsächlich so – auch wenn es ein blöder Ratschlag ist – Geduld zu bewahren. Gute Jobs wachsen nicht auf Bäumen, sie ergeben sich von Zeit zu Zeit. Zudem spricht sich die Qualität deiner Arbeit rum. Eine weitere Möglichkeit wäre es, erst einmal als virtueller Assistent zu arbeiten. So verdient man ortsunabhängig Geld, kann aber auch viel an Expertise dazu lernen. Vernetze dich mit anderen und gehe Stück für Stück deinen Weg. Aber: Verkauf dich niemals unter Wert. Das macht dich und den Markt kaputt.

Was sind deine Ziele in den nächsten Jahren?

Maria Anna: Ich möchte gern im Oktober nächsten Jahres auf Weltreise gehen (yeah!) und ansonsten weiter schreiben. Gern irgendwann Bücher. Vielleicht gründe ich auch irgendwann ein eigenes Business, wer weiß? Ich halte nichts von zu viel Planung, die wirft sich eh immer wieder selbst über den Haufen.

Hast du den Schritt in die Selbstständigkeit schon einmal bereut?

Maria Anna: Nope. Selbst in einer Woche, in der ich täglich vierzehn Stunden durchgezogen habe, habe ich diesen Schritt nicht bereut. Ich bin ein Freigeist und sensibel, ich brauch viel Zeit für mich, stecke mir meine Grenzen selbst. Ich bin wirklich motiviert und arbeitswillig – aber eben zu meinen Bedingungen. Deswegen kann ich mir eine Arbeit als Angestellte nich mehr vorstellen.

Als selbstständiger Unternehmer hat man eine ganze Menge an Papierkram zu erledigen. Auch digitale Nomaden müssen sich an die Gesetze, Vorschriften und Fristen halten. Wie hast du dich da organisiert?

Maria Anna: Ha, hach. Haha. Äh also ich mache meine Steuer mit einer Steuersoftware und denke darüber nach, das im nächsten Jahr einem Steuerberater in die Hände zu legen. Was man nicht kann, soll man schließlich outsourcen.

Die Deutschen gelten ja als besonders sicherheitsbedürftig. Wie sieht es denn bei dir aus, hast du dich besonders gegen irgendwelche Gefahren oder die Zeit im Alter abgesichert?

Maria Anna: Ach, das höre ich ständig: „Was ist dann mit deiner Rente?“, „Was ist, wenn du keine Jobs mehr bekommst?“ Ich muss dazu zu erst einmal sagen, dass ich keine Rente beziehen möchte und an dieses System nicht glaube. Ich möchte nicht einfach mit 65 den Stift wegpacken und nur rumgammeln. Ich denke, das System ist sinnvoll, wenn man sein lebenslang einen Job macht, den man nicht so richtig mag. Aber ich liebe meinen Job, ich möchte auch später weiter schreiben, mich dem widmen und damit Geld verdienen, was mir Spaß macht. Trotzdem sorge ich natürlich vor, nur eben privat und nicht in Bargeld.

Außerdem kann man sich auch in der Selbstständigkeit gegen Jobverluste absichern. Jemand, der angestellt ist, könnte auch mit dreimonatiger Kündigungsfrist auf die Straße gesetzt werden. Ich versuche, möglichst unterschiedliche Auftraggeber an mich zu binden. So, dass ich alle Fix- und Lebensunterhaltskosten gedeckt habe. Alle Aufträge darüber hinaus sind für meine Weltreise und mein Vergnügen. Fällt einer dieser Auftraggeber weg, suche ich mir einen neuen dazu. Was ich sagen will: Macht euch nicht von einem einzigen Geldgeber abhängig, der euch bei Aufkündigung des Projekts in den Ruin zieht. Teilt eure Einkommen auf, dann fallt ihr auch nicht zu tief.

Maria Annas großer Traum: Frei und Unabhängig sein. Sie hat es geschafft!
Maria Anna’s großer Traum: Frei und unabhängig sein. Sie hat es geschafft! © Maria Anna Thiele

Zu guter letzt hast du doch sicherlich noch einen Tipp parat, der sich an den Menschen richtet, der noch gar nicht weiß, ob er lieber Angestellter oder Chef ist?!

Maria Anna: Finde es heraus! Du lebst nur einmal und du wirst so viele Fehler und so viel gute Dinge bewerkstelligen – aber nur, wenn du es tust. Aufhören, darüber zu reden und stattdessen machen. Ja, es kann schief gehen und ja, es kann gut gehen. Das Leben ist eine Reise und niemand sagt dir wohin. Nimm die Chancen an, die sich dir bieten, schau nach links und rechts, erinnere dich immer an deine Wurzeln und vergiss niemals die weniger Privilegierten. Denn das, worüber wir hier reden, das sind #firstworldproblems. Lass einfach alles los, alle Werte und Konventionen und lebe das Leben, das du dir erträumst. Was soll schon schief gehen? Wir sind in keinem Roland Emmerich-Film.

Ich bedanke mich vielmals für deine Zeit (und dieses tolle Interview) und wünsche dir auf deiner Reise und in deiner Selbstständigkeit alles gute!

Hast auch DU ein Unternehmen gegründet oder planst dies? Du bist ein StartUpler? Dann bist DU vielleicht genau der richtige für eine lustige Frage/Antwort-Runde. Hinter diesem Link erfährst du mehr…

Blogger und der Datenschutz Teil 2

0

In meinem Beitrag der letzten Woche bin ich auf den Blogger Datenschutz im allgemeinen eingegangen. Dabei wurden grundlegende Dinge zur Datenschutzerklärung und den Folgen der Nichtbeachtung aufgewiesen. Diese Woche möchte ich den Blogger Datenschutz etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Wenn du Feedback hast, so freue ich mich über einen Kommentar am Ende dieses Beitrags!

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag stellt keinerlei Rechtsberatung dar. Für rechtsverbindliche Aussagen konsultiere bitte einen Fachanwalt für Internetrecht! Es wird keine Haftung auf Vollständigkeit, Aktualität und Korrektheit übernommen!

Kommentare

Datenschutz
auch eine Form der Datenerhebung!

Kommentare sind super. Der Nutzer hat die Möglichkeit Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen. Der Blogger hingegen kann direktes Feedback seiner Leser aufnehmen und so Schwachstellen in seinen Texten ausmachen oder sich über Lob freuen. Gute Sache!

Wie schon letzte Woche erwähnt: sobald der Nutzer Daten angeben muss, werden diese auch verarbeitet (abgespeichert in der Datenbank, der admin per Mail benachrichtigt, in WordPress dargestellt) und ein Hinweis in der Datenschutzerklärung ist somit unerlässlich.

Jetzt ist es in der Regel so dass der Blogger (zumindest wenn er sich um seine Leserschaft kümmert) auf diesen Kommentar antwortet. Der Nutzer kriegt diese Antwort allerdings nicht mit, denn WordPress sieht keine Benachrichtigung der Nutzer über neue Kommentare vor.

Datenschutz

Damit der Nutzer aber über die Antwort informiert wird (und somit wiederum einen Mehrwert erhält), kann man auf verschiedene Plugins zurückgreifen. Diese binden einfach ein Feld unter die Kommentarfunktion ein. Ist dieses aktiviert wird der Nutzer über nachfolgende Kommentare per E-Mail informiert. Doch damit dies mit dem Datenschutz im Einklang steht, geht es direkt mit dem nächsten Punkt weiter….

E-Mails versenden – gar nicht mal so einfach

newsletter-528456_1920

Sofern dein Nutzer nun über neue Beiträge, Kommentare oder über einen Newsletter – per E-Mail – informiert werden, so stellt dies eine Besonderheit dar. Denn im Telemediengesetz (TMG §13, Absatz 2) ist niedergeschrieben dass du die Einwilligung des Empfängers benötigst.

Diese Einwilligung muss bewusst, eindeutig und im freien Willen des Empfängers erfolgen. Der eigentliche Clou ist jedoch dass die Einwilligung vor dem Erhalt der ersten tatsächlichen E-Mail vorliegen muss. Mit diesem Passus soll schlicht und ergreifend Spam vermieden werden, denn das dürftest du aus deinem privaten Postfach kennen: Spam gibt es zu genüge.

Nun wirst du sicherlich Anmerken wollen dass der Nutzer doch beispielsweise „Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare per E-Mail“ angeklickt hat. Das müsste doch ausreichen?!?

Nicht ganz, denn diese Funktion kann leicht missbraucht werden. Stell dir einfach mal folgendes Szenario vor:

Richard kann Viktor nicht leiden und will ihm eins auswischen. Richard kennt die private E-Mail Adresse von Viktor und schreibt nun Kommentare auf deinem Blog. Jetzt kreuzt er an dass er über neue Kommentare informiert werden will. Nun bekommt Viktor bei jedem neuen Kommentar eine E-Mail und das obwohl er weder etwas geschrieben noch diese E-Mails bekommen möchte.

Es gibt für alles eine Lösung

Was denkst du wird Viktor tun? Richtig er wird dich anschreiben weshalb du ihm E-Mails sendest, die er gar nicht erhalten möchte. Nun argumentierst du dass Viktor doch angekreuzt hat diese E-Mails empfangen zu wollen, doch beweisen kannst du es nicht. Diese einfache Bestätigung nennt man (Single) Opt-In-Verfahren.

Um diese Situation zu vermeiden hat man sich das Double-Opt-In-Verfahren ausgedacht. Hierbei wird die Beweislast umgekehrt. So sieht es in der Praxis aus:

Richard schreibt, mit Viktors E-Mail Adresse, einen Kommentar und will über weitere Kommentare informiert werden. Nun wird eine automatische E-Mail an Viktors Adresse versendet. In dieser ist ein Bestätigungslink. Klickt Viktor diesen an wird die E-Mail Adresse in der Datenbank gespeichert und er wiederum informiert. Klickt er nicht drauf (da er den Kommentar nicht selbst verfasst hat, wird er dies vermutlich nicht tun) wird die Adresse auch nicht in den Verteiler aufgenommen.

Datenschutz
Datenschutz: Mit Double-Opt-In bist du auf der sicheren Seite.

Hinweis: Bei der E-Mail mit dem Bestätigungslink handelt es sich übrigens um keinen Spam. Es dürfen jedoch keinerlei Werbemaßnahmen oder Ausschweifungen enthalten sein. Vielmehr muss auf den ersten Blick klar sein dass es sich hierbei um eine E-Mail aus dem Double-Opt-In-Verfahren handelt.

Werbung

marketing-832157_1920

Welcher Blogger träumt nicht davon von den Einnahmen seines Blogs leben oder zumindest die Kosten decken zu können? Um dies zu verwirklichen besteht die Möglichkeit Werbung auf deiner Internetseite zu schalten. Diese kann dabei ganz unterschiedlich ausschauen und auch von verschiedenen Anbietern sein, die Kernfunktion ist in der Regel immer die gleiche:

Sobald der Nutzer auf das Werbemittel (Link, Banner, etc) klickt, wird ein Cookie auf dem PC gespeichert. Diese Datei ermöglicht es dem Dienstleister (der die Werbung geschaltet hat) nachzuvollziehen woher der Nutzer kommt. Er sieht also dass der Nutzer von deiner Webseite kommt und kann dir anschließend die vereinbarte Provision zahlen.

Da du auch hier Daten deiner Nutzer verarbeitest: Hinweispflicht in der Datenschutzerklärung! In der Regel wirst du mit der Werbung eine Gewinnabsicht verfolgen, somit ist zudem ggf die Anmeldung eines Gewerbes notwendig.

Der Cookie Hinweis

cookie-1381147_1280

Diesen hast du bestimmt schon einmal gesehen, dabei handelt es sich um einen kleinen Text der den Nutzer darüber informiert dass auf der Webseite Cookies eingesetzt werden. Doch was hat es damit auf sich?

Datenschutz

In einer Richtlinie hat die EU festgelegt dass Daten – sofern nicht technisch notwendig – mithilfe von Cookies nur dann verarbeitet werden dürfen wenn die ausdrückliche Einwilligung des Nutzers vorliegt. Das das ganze hat einen Haken:

Denn diese Richtlinie wurde vom deutschen Gesetzgeber noch gar nicht umgesetzt. Vielmehr regelt man im Telemediengesetz (§13 Absatz 1 TMG) dass der Nutzer lediglich zu Beginn über den Einsatz von Cookies informiert werden muss. Dies kann beispielsweise in der Datenschutzerklärung geschehen.

Um die ganze Sache noch etwas komplizierter zu machen: google spielt bei dem Spiel auch noch mit! Denn in seinem großen Werbenetzwerk adsense regelt google dass der Nutzer, vor Beginn, über den Einsatz von Cookies informiert werden muss.

Doch was gilt nun? EU Richtlinie? Deutscher Gesetzgeber? Google? Prinzipiell natürlich dass was der Gesetzgeber vorgibt, wenn du allerdings Werbung bei adsense einblenden möchtest ist der Hinweis obligatorisch um nicht gegen die Nutzungsbedingungen zu verstoßen.

In der Regel schaut es so aus dass die meisten Webseiten mittlerweile den Cookiehinweis einblenden und in der Datenschutzerklärung auf den Einsatz von Cookies hinweisen. So ist man erstmal auf der sicheren Seite (bis der Gesetzgeber oder die EU eine Änderung vornehmen).

Mehr zum Thema „der Cookie Hinweis“ gibt es in einem ausführlichen Bericht bei der IT-Kanzlei. (externer Link)

Die Gefahren von Social Media Buttons

Ein Twist mit dem Datenschutz
Ein Twist mit dem Datenschutz: Social Media Buttons

Genau wie Kommentare sind Social Media Buttons eine hervorragende Möglichkeit um eine Interaktion mit den Nutzern zu fördern. Durch das teilen des Inhalts in den verschiedenen sozialen Netzwerken steigt deine Reichweite und somit unter Umständen wieder die Besucher und ggf. Einnahmen deiner Webseite. Doch die Sache hat zumindest in Deutschland einen Haken:

Die Social Media Buttons sind in der Regel per Direktlink (von den Socialnetworks) in deine Webseite eingebunden. Das bedeutet dass der eigentliche Button auf den Servern des Netzwerks liegt. Beim laden dieser Buttons werden bereits persönliche Daten wie beispielsweise die IP-Adresse oder aktive Cookies an das entsprechende Netzwerk gesendet.

Da die Daten bereits beim Laden der Buttons gesendet werden, spielt es keine Rolle ob der Nutzer nun auf den Button klickt. Die Daten werden so oder so übersendet. Auch ist es dabei unerheblich ob der Nutzer schon Mitglied ist oder halt nicht. Ist er schon Mitglied in diesem sozialen Netzwerk so werden die Daten direkt nochmal weiterverarbeitet. Denn dann kann beispielsweise der Weg des Nutzers verfolgt und anschließend maßgeschneiderte Werbung platziert werden.

Diese Social Media Buttons sind daher derzeit nicht mit dem deutschen Datenschutz vereinbar!

Doch es gibt eine Lösung: Die bekannte Zeitschrift C´T hat sich dem Problem angenommen und eine bzw. sogar zwei entsprechende Lösungen programmiert.

Zwei Klicks für mehr Datenschutz

Hierbei muss der Nutzer die Buttons erst einschalten bzw. aktivieren. Dies geschieht über einen Schieberegler. Solange die Buttons deaktiviert sind, werden auch keine Daten gesendet. Der Nutzer muss sich also aktiv (man erinnere sich an den letzten Beitrag zum Datenschutz) dazu entscheiden den Button zu nutzen. Nachteil: Es wird wesentlich weniger geteilt, denn zwei Klicks sind mehr als einer und das hält die Nutzer zum Teil schon ab.

Shariff – der Wächter der Daten

Mit Shariff wurde das Problem des „weniger teilens“ angenommen. Diese Buttons (siehe oben auf dieser Seite) haben die selbe Farbgebung wie die sozialen Netzwerke und sehen sogar recht stylisch aus. Die Buttons liegen auf deinem Server und bestehen aus einfachen html-Links. Über die API-Schnittstelle kontaktiert dein Server nun das Netzwerk und fragt ab wie oft die Seite schon geteilt wurde (und stellt es am Button dar).

Der Vorteil: Die Anfrage wird von deinem Server und wird an das soziale Netzwerk gesendet. Dabei wird lediglich deine Serveradresse, jedoch nicht die IP-Adresse (und andere Daten) des Nutzers übermittelt. Das soziale Netzwerk kann also nicht analysieren wer auf den Link geklickt hat und somit die Daten auch nicht verarbeiten. Den Link zu Sharrif gibt es weiter unten.

Analyse des Nutzerverhaltens

traffic-1597342

Jeder möchte seinen Erfolg sehen können und dies ist im Internet relativ einfach! Mit Anbietern wie google analytics ist es möglich detaillierte Statistiken und Analysen zu erfassen. Das ermöglicht eine noch genauere Ausrichtung der Webseite auf die Nutzer.

Wie schon bei der Werbung wird auch bei der Analyse ein Cookie auf dem PC des Nutzers gespeichert. So kann das Analyseprogramm erfahren woher der Nutzer kommt, auf welche Seiten er bei dir geklickt hat und wie lange er sich insgesamt bei dir aufgehalten hat.

Um den deutschen Datenschützern gerecht zu werden sind jedoch einige wichtige Dinge zu beachten!

Schriftlicher Vertrag

Die deutschen Behörden gehen davon aus dass du google damit beauftragst deine Daten zu erheben, auszuwerten und darzustellen. Somit bist du formal gesehen ein Auftraggeber und musst einen schriftlichen Vertrag mit deinem Auftragnehmer (google) schließen.

Das klingt schlimmer als es ist, denn google hat einen rund 18-seitigen Vordruck des Vertrags online gestellt. Hier musst du lediglich an einigen Stellen Daten einfügen und diesen anschließend zweimal ausdrucken. Beides schickst du für rund 3€ nach Irland. Nach einigen Tagen/Wochen erhälst du einen von beiden unterschrieben, für deine Unterlagen, zurück.

Wichtig: Hast du bereits vorher Daten erhoben musst du diese löschen (da diese unrechtmäßig erhoben wurden). Dies kann meines Wissens derzeit nur mit Löschung und Neuanmelden bei analytics geschehen.

IP-Anonymisieren

crowd-307354_1280Du darfst die Daten nur nutzen wenn du sicherstellst dass die IP-Adressen deiner Nutzer anonymisiert werden. Bei der Anonymisierung wird der letzte Block der IP-Adresse durch eine 0 ersetzt. Beispiel:

Original: 192.168.31.544 Anonymisiert: 192.168.31.0

Es sind nun keine detaillierten Rückschlüsse auf den einzelnen User möglich. Es kann lediglich eine grobe Analyse gemacht werden.

Widerrufsrecht gewähren

Du musst deinem Nutzer die Möglichkeit geben der Verarbeitung seiner Daten zu widersprechen. Dies geht ganz einfach über eine Passage in deiner Datenschutzerklärung (und wird von den Generatoren eingefügt).

Der Nutzer kann nun entweder ein Plugin für seinen Browser installieren oder über einen alternativen Link einen Cookie auf seinem PC ablegen. Beides teilt google mit dass die Daten von diesem Gerät nicht übermittelt werden und somit keine Datenerhebung erfolgen darf.

Plugins

Aber auch einzelne Plugins können beispielsweise schon dafür sorgen dass du einen Hinweis in der Datenschutzerklärung einbringen musst. Deshalb ist es immer wichtig sich darüber zu informieren was die Plugins so veranstalten. Setzen sie einen Cookie? Müssen Nutzer Daten eingeben? Wird etwas analysiert? Wenn ja, dann ist davon auszugehen dass du dies in der Datenschutzerklärung angeben musst.

Fazit

Wie du siehst ist das Thema Datenschutz ein sehr komplexes und immer vom individuellen Einzelfall abhängig. Es ist daher empfehlenswert dass du Schritt für Schritt deine Plugins, durchgehst und dir anschließend eine Datenschutzerklärung generieren oder manuell erstellen lässt.

Ich hoffe dir mit diesem Beitrag geholfen zu haben und freue mich über deinen Kommentar (natürlich mit Hinweis in der Datenschutzerklärung 😉 )

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag stellt keinerlei Rechtsberatung dar. Für rechtsverbindliche Aussagen konsultiere bitte einen Fachanwalt für Internetrecht! Es wird keine Haftung auf Vollständigkeit, Aktualität und Korrektheit übernommen!

Externe Links:
Shariff
google adsense
Double-Opt-In for Comments
Telemediengesetz im Wortlaut
Cookie-Hinweis gemäß google

 

Blogger und der Datenschutz Teil 1

0

Jeder von uns schaut sich jeden Tag eine Vielzahl verschiedener Webseiten und Blogs an. Oftmals registriert man nur den oberflächigen Aufbau sowie den ansprechenden Inhalt. Wenn ich mir Webseiten und Blogs genauer anschaue, so läuft dies in der Regel nach einem bestimmten Schema ab:

Ich analysiere den Aufbau der Seite, den technischen Hintergrund, den Inhalt, wer die Seite betreibt und wie es mit dem Datenschutz ausschaut.

Bei Aufbau hilft das Auge, für die Technik ein Plugin, den Inhaber findet man über das – leicht erreichbare – Impressum und den Datenschutz findet man in der Datenschutzerklärung. Eigentlich. Denn in letzter Zeit sehe ich vermehrt Blogs die gerade diese Erklärung nicht aufweisen. Dabei verstößt man hier klar gegen geltendes Recht und öffnet so seine Pforten für teure Abmahnungen.

Daher habe ich mich entschlossen in einem zweiteiligen Beitrag das Thema Datenschutz etwas genauer zu durchleuchten. Diese Woche geht es um allgemeines rund um den Thema Datenschutz, nächste Woche um klassische Fälle beim Bloggen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag stellt keinerlei Rechtsberatung dar. Für rechtsverbindliche Aussagen konsultiere bitte einen Fachanwalt für Internetrecht! Es wird keine Haftung auf Vollständigkeit, Aktualität und Korrektheit übernommen!

Was ist die Datenschutzerklärung?

Wie für fast alles gibt es auch rund um das Thema Datenschutz ein Gesetz welches beschreibt was erlaubt ist und was eben nicht. Das relevante Gesetz ist in diesem Fall das Telemediengesetz (TMG).

Dort sind unter anderem geregelt dass jede Webseite ein Impressum haben muss, unerlaubte Werbemails (Spam) nicht erlaubt sind, wie Daten erhoben und verarbeitet werden dürfen und noch einiges mehr.

In §13, Absatz 1 des TMG ist geregelt dass jeder Betreiber einer Webseite seine Nutzer über die Nutzung bzw. Verarbeitung seiner Daten informieren muss. Dies geschieht in der so genannten Datenschutzerklärung.

Im Grunde genommen ist die Datenschutzerklärung daher nichts anderes als eine Seite auf deinem Blog. Auf dieser kann der Nutzer sofort sehen wie die Daten erhoben bzw. verarbeitet werden.

Was viele nicht wissen ist die Tatsache dass die Datenschutzerklärung (genau wie das Impressum) von jeder Stelle der Webseite mit nur einem Klick erreichbar sein muss. Es ist daher nicht zu empfehlen den Link dazu in ein Menü unterhalb vom Impressum zu packen oder die Seite sonst wie zu verstecken. Gar nicht zu empfehlen ist die Datenschutzerklärung nur aus dem Impressum heraus zu verlinken! Ebenfalls solltest du darauf achten dass aus der Beschreibung klar herausgeht dass es hier um die Datenschutzerklärung handelt. Am besten nennst du sowohl die Seite als auch den Link einfach „Datenschutzerklärung.

Denn so bist du auf der sicheren Seite dass jeder Nutzer schnell um das Thema Datenschutz aufgeklärt werden kann, denn: eine fehlende oder versteckte Datenschutzerklärung ist abmahnfähig. Dies geht zurück auf ein Urteil des Oberlandesgericht Hamburg vom 27. Juni 2013 (Az. 3 u 26/12).
 
Werbung*:
 

 
Das Telemediengesetz im Wortlaut kannst du hier nachlesen (externer Link).

Datenschutz
Datenschutz sollte nicht unterschätzt werden!

Was sind denn überhaupt Telemedien?

Telemedien sind elektronische Informations- und Kommunikationsdienste und stellen somit fast alle Dienste im Internet dar. Dazu zählen beispielsweise Webshops, Auktionsportale, Chatrooms, Foren, Portale, Suchmaschinen, Webseiten, Blogs und noch viel mehr. Wichtig ist dabei jedoch zu wissen dass auch private Webseiten und Blogs als Telemedien gelten und somit wiederum das Telemediengesetz gilt!

Was muss in die Datenschutzerklärung?

In der Datenschutzerklärung muss der Nutzer

  • über Art, Umfang und Zweck der Erhebung / Verwendung
  • über die Verarbeitung in Ländern ausserhalb der EU bzw. europäischen Wirtschaftsraum
  • in allgemein verständlicher Form
  • sowie zu Beginn des Vorgangs

informiert werden. Was dies genau bedeutet erzähle ich dir im nächsten Punkt.

Tipp: Abonniere meinen Newsletter und erhalte stets neue Informationen 🙂

Wie ist das mit der Datenverabeitung?

Grundsätzlich muss man sich erst einmal bewusst machen wo man Daten von Nutzern erhebt bzw. verarbeitet. Denn dies geht schneller als man denkt. Du erlaubst Kommentare in deinem Blog? Schon erhebst du Daten deiner Nutzer, denn diese sind in der Datenbank gespeichert.

Datenschutz
auch eine Form der Datenerhebung!

Du hast weiter oben das kleine Formular zum empfangen meines Newsletters gesehen? Auch hier werden Daten erhoben und verarbeitet, denn die E-Mail Adresse wird in der Datenbank gespeichert um dann für den Versand verarbeitet zu werden. So schnell geht das mit dem erheben von Daten!

Grundsätzlich kann man also sagen: Sobald der Nutzer irgendwo Daten eingeben muss, werden diese verarbeitet. Es daher dringend zu empfehlen die Datenschutzerklärung gewissenhaft zu erstellen. Denn auch fehlende Angaben in der Erklärung sind abmahnfähig!

Beispiele für Datenverarbeitung (unvollständig):

  • Kommentare
  • Kontaktformular
  • Registrierung von Benutzern
  • Analyseprogramme z.B. google analytics
  • Werbung z.B. Amazon Partnerprogramm / google adwords
  • Social Media z.B. Facebook, Twitter, Instagram Like bzw. Sharebuttons
  • Versand von Newsletter
  • Onlineshops




Wo bekomme ich eine gesetzlich korrekte Datenschutzerklärung her?

Es gibt mittlerweile einige Webseiten die sich zum Ziel gesetzt haben den Abmahnern einen Riegel vorzusetzen. Mit einem Generator kann man dort – kostenlos – eine Datenschutzerklärung aus verschiedenen Bausteinen generieren. Durch spezielle Fragen zu Verhalten und benutzten Programmen wird man Schritt für Schritt zu einem gesetzeskonformen Datenschutzerklärung geleitet. Da diese Webseiten in der Regel von Rechtsanwälten betrieben werden, kann man den Seiten getrost vertrauen.

Die wohl bekanntesten Webseiten mit einem Datenschutzgenerator sind:

Datenschutzgenerator von e-recht24.de (externer Link)
Datenschutzgenerator von Rechtsanwalt Schwenke (externer Link)
Datenschutzgenerator von anwalt.de (externer Link)

Wichtiger Hinweis: Diese Webseiten arbeiten alle sehr zuverlässig. Doch einen gemeinsamen Nachteil haben sie: Denn Gesetze können sich ändern und dann hast du ggf. eine veraltete Datenschutzerklärung auf deiner Webseite. Deshalb sichern sich alle Seiten entsprechend ab und übertragen die Haftung der Aktualität auf dich.

Tipp: In der Regel bieten diese Webseiten einen Newsletter oder Newsalarm an. Du wirst dann immer informiert sobald sich was ändert und kannst dann deine Datenschutzerklärung entsprechend anpassen. Ansonsten hilft es auch regelmäßig andere Blogs zum Thema Datenschutz zu lesen.

Was passiert wenn ich keine Datenschutzerklärung habe?

Das Thema Datenschutz im Internet ist, wie bereits oben erwähnt, im Telemediengesetz (TMG) geregelt. Hast du nun keine Datenschutzerklärung und erhebst bzw. verarbeitest Daten deiner Nutzer verstößt du gegen geltendes Deutsches Recht des Gesetzgebers. Ein Verstoß stellt eine so genannte Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld von bis zu fünfzig tausend Euro (50.000€!) geahndet werden.

Doch es kann noch teurer werden

Wenn jetzt ein findiger Konkurrent (der vielleicht ein ähnliches Portfolio wie Du anbietet) auf den Trichter kommt dies als Wettbewerbsvorteil zu sehen kann es sehr sehr schnell zu einer Abmahnung durch diesen kommen. Denn schnell kommt man hier dann in den Bereich des unlauteren Wettbewerbs. Hier kommen dann ggf. sogar Ermittlungen der Datenschutzbehörde auf dich zu.

Aber auch ohne Konkurrenz ist das Thema Abmahnung sehr präsent. Es gibt leider mittlerweile einige Kanzleien die das Internet nach genau diesen Verstößen absuchen und dann entsprechend eine Abmahnung verschicken.

Wie bei jeder Abmahnung kommen zu deinen eigenen Anwaltskosten, die der Gegnerseite, unter Umständen eine Unterlassungserklärung (inkl. Vertragsstrafe bei Wiederholung) sowie ggf. das Bußgeld hinzu. Hier ist man sehr sehr schnell im vier bis fünfstelligen Zahlenbereich!

Dieses Geld kannst du dir definitiv sparen wenn du hier up to date bist.

Das Thema Datenschutz ist ziemlich komplex und man könnte hier sicherlich nochmal 2000 Wörter verfassen. Es ist aber umso wichtiger dass du dich aktiv mit diesem Thema auseinandersetzt. Denn schon mit einigen kleinen Hilfsmitteln kannst du dir eine Datenschutzerklärung erstellen lassen, welche dem aktuellen Stand der Zeit genügt und dich somit für einen gewissen Zeitraum vor Abmahnungen schützen kann. In der nächsten Woche geht es dann um das Thema Datenverarbeitung im Blog.

Bücher zum Thema Internetrecht findest du auf amazon.de* (Werbung)

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag stellt keinerlei Rechtsberatung dar. Für rechtsverbindliche Aussagen konsultiere bitte einen Fachanwalt für Internetrecht! Es wird keine Haftung auf Vollständigkeit, Aktualität und Korrektheit übernommen!

Was sind deine Erfahrungen rund um das Thema Datenschutz?! Schreib es unten in die Kommentare!

Meine 10 Gründe für eine Selbstständigkeit

9

Der Weg in die Selbstständigkeit ist ein Weg den die meisten mit bedacht wählen, immerhin geht es hierbei um eine große Entscheidung. Im besten Falle ist das gegründete Unternehmen so erfolgreich dass man komplett davon leben kann. Ich werde relativ häufig gefragt warum ich mich Selbstständig gemacht habe und was das ganze überhaupt soll.

Pauschal kann man dies gar nicht beantworten, denn jeder hat nun einmal andere Ziele, Vorstellungen und Anforderungen an sein eigenes Unternehmen. Ich habe mich daher einmal hingesetzt und meine 10 Gründe für eine Selbstständigkeit zusammengefasst. Dieser Beitrag sollte daher nicht als negativ egoistisch sondern als positiv egoistisch betrachtet werden. Denn auch du kannst das schaffen und dich selbst verwirklichen!

Meine 10 Gründe für eine Selbstständigkeit:

mark-995567_640

1. Ich bin der, der die Fäden in der Hand hat

In meinem Unternehmen sagt mir niemand was ich zu tun habe und was nicht. Ich kann den Tag damit verbringen mich weiterzubilden, neue Kunden zu werben oder einfach nur um zu entspannen. Man sollte jedoch nie vergessen dass es auch Risiken gibt und man für diese zu 100% haftet.

2. Ich kann mich kreativ auslassen / selbst verwirklichen

Warum immer Schema F? Wieso nicht einfach mal was neues probieren? Der alte zernörgelte Teamleiter hätte für sowas keine Geduld und würde dies sicher unterbinden, immerhin geht hier bezahlte Arbeitszeit für neumodischen Krempel drauf. Als Selbstständiger mach ich es einfach. Punkt.

3. Ich bilde mich kontinuierlich weiter

In der Selbstständigkeit kommen eine ganze Menge neuer Themen auf einen zu. Zum einen gibt es endlose Gesetzestexte die man zumindest schon einmal gehört haben sollte, Buchführung muss gemacht werden, Kunden überzeugt werden dass ich genau der Mensch bin den sie gerade jetzt brauchen und und und.

Was ich damit sagen möchte: Man lernt stetig dazu und wird mit jedem Tag und jedem Kunden besser!

4. Ich lerne tolle neue Menschen kennen

Als selbstständiger Unternehmer hat man mit einer ganzen Menge Menschen Kontakt. Sei es nun zu Kunden, Lieferanten oder Gleichgesinnten. Man lernt einen Haufen neue Menschen kennen und hieraus können sich dann wiederum neue Projekte entwickeln. Vitamin B und so. Warum Networking wichtig ist, verrate ich in diesem Beitrag.

5. Ich kann das machen was mir Spaß macht

Warum sollte man sich in einem Bereich Selbstständig machen der einem keinen Spaß bereitet? Daher betrachte ich die Arbeit nicht als Last sondern vielmehr als tolle Möglichkeit seine Zeit zu vertreiben.

6. Ich verdiene Geld mit dem was Spaß macht

Auch wenn ich aktuell noch kein Geld damit verdiene, irgendwann werde ich es und dann weiß ich wiederum dass dies voll und ganz auf meinen Einsatz und den Spaß an der Arbeit zurückgeht.

7. Ich kann arbeiten wo ich will

Wenn du nicht gerade ein Ladengeschäft oder eine Textilproduktion eröffnet hast, kannst du gerade im onlinebusiness die Freiheit der ortsunabhängigkeit genießen. Ob du nun für deine Kunden im Büro, am Flughafen oder in einem ganz anderen Land da bist, solange die Leistung stimmt ist dies alles kein Problem!

8. Ich habe Abwechslung in meinem Alltag

Kein Tag ist wie der vorherige. Dies liegt zum einen an der freien Zeiteinteilung, den Kunden, den Projekten und dem angestrebten Ziel etwas zu erreichen. Man weiß also nie wie und wann der Arbeitstag endet. Doch gerade dies macht es sehr spannend.

9. Ich lerne das Leben anders zu betrachten

Niemand weiß wie sich die nächsten Monate entwickeln. Es können Umsatzreiche oder Umsatzschwache Monate kommen, niemand weiß dies im Voraus. Deshalb ist es wichtig vorausschauend zu leben. Trends zu erkennen, Chancen und Risiken sehen und auch was für schlechte Zeiten zurückgelegt haben.

10. Ich kann stolz auf das erschaffene sein

Kann es etwas schöneres geben als wenn man am Ende des Tages zurückblickt und die Zeit in seinem eigenen Unternehmen verbracht und dabei im besten Fall noch Geld verdient hat? Ich denke nicht. Daher kann man zurecht stolz auf sich sein!


Du siehst also für mich persönlich gibt es eine Menge Gründe für eine Selbstständigkeit. Das was wohl am wichtigsten ist, niemals den Spaß und den Überblick daran zu verlieren. In diesem Sinne, was sind deine Gründe für deine Selbstständigkeit? Schreib mir eine Mail oder in die Kommentare 🙂

 

 

Liebster Award

0
Liebster Award

Ich wurde nominiert! Nicht für einen Preis aber für einen Award! Den Liebster Award. Ziel des Liebster Award ist es neue interessante Blogs zu finden. Dazu werden dem nominierten bis zu elf Fragen gestellt und anschließend wieder bis zu elf andere Blogger nominiert.

Anmerkung: Bei vielen Bloggern ist der Liebster Award verpönt da er als eine Art Kettenbrief angesehen wird. Ich finde jedoch dies ist eine großartige Art neue Blogs zu finden. Simone Weissenbach hat in ihrem Blog ein paar treffende Worte rund um den Award verfasst, welche ich gerne so unterschreiben würde.

Nun aber zur Nominierung! Ich wurde von Ella von ellahappylicious nominiert und freue mich nun folgende elf Fragen beantworten zu können!

Fragen und Antworten zum Liebster Award:

1. Seit wann bloggst du und wie hat sich dein Blog und auch du selber in der Zeit entwickelt oder auch verändert?

Da muss ich ja jetzt mal etwas ausholen! Meine Karriere im Netz begann so um 2003 herum. Es muss so 2005 gewesen sein als ich meinen ersten Blog hatte (damals war Bloggen noch was ganz neues). Das plätscherte jedoch nur so vor sich hin und 2005/2006 hatte ich das Bloggen dann mal wieder ausgesetzt. Irgendwie war das nicht so meine Welt.

Richtig begonnen habe ich dann 2014 mit einem neuen Blog der sich um mein persönliches befinden (Reisen, Fotos etc) drehte. Da es aber alles nichts halbes und nichts ganzes war relaunchte ich den Blog 2015 und erschuf mir meine eigene Marke. Unter zwoelfachtsechs.de schrieb ich über das Reisen, Fotografie und das Ruhrgebiet. Der Blog wurde nach dem Relaunch erfolgreicher und ich lernte die Instrumente von SEO und Marketing zu verstehen (nur die Sache mit dem Networking klappte noch nicht – mehr in der schonungslosen Kritik).

Liebster Award
Mal gewinnt man, mal verliert man.

Auch wenn die großen Erfolge stets ausblieben, so habe ich das Bloggen immer aus Freude getan (und da kommts schließlich auch drauf an) und es nie als Last gesehen. Und das gute ist: Durch die verschiedenen Blogs habe ich eine ganze Menge lernen können.

Denn seit ich mich aktiv mit ich aktiv mit der Selbstständigkeit beschäftige zehre ich von dieser Erfahrung und es fällt mir leichter mich in verschiedene Themen einzuarbeiten.

Kurz gesagt kann man also feststellen: Ich habe durch viele Fehlversuche gelernt und mich stetig weiterentwickelt! Mit IchwerdSelbststaendig.de habe ich jedoch das erste mal das Gefühl etwas richtig gutes, mit Mehrwert für den Leser und mich erschaffen zu haben.

2. Hast du eine bestimmte Routine in deinem Leben? Sei es eine Morgenroutine, Routine bei der Arbeit am Blog. Raus damit

Eigentlich nicht, was aber jedoch gar nicht geht: Kein Frühstück! Ohne Frühstück werde ich grumpig und das ist eine Qual für meine Mitmenschen. Ob ich nun um zwei Uhr Nachts oder zwölf Uhr Mittags aufstehe, ohne Frühstück (und Kaffee) geht da gar nix!

3. Selfie-Fan: Ja oder Nein?

Das ist bei mir immer Situationsabhängig. Wenn man nicht den ganzen Tag nur im Selfiewahn versinkt finde ich es eine schöne Sache und eine tolle Erinnerung (vor allem wenn das Foto dann gecrasht wird!).

4. Was ist dein Favorit unter den sozialen Netzwerken und warum?

Einen richtigen Favoriten kann ich noch nicht ausmachen, denn jedes Netzwerk hat seine Vor- und Nachteile und eine gewisse Spezialisierung. Facebook ist sehr gut um sich mit Freunden zu vernetzen und sich mit denen auszutauschen, daher präferiere ich dieses im Privaten Rahmen.

 Instagram  optisch tolle Inhalte keine aktive Blogwerbung möglich
 twitter sehr mächtiges Netzwerk Sehr schnelllebig, hier verliert man leicht den Überblick
Facebook man kann viel vorplanen Sehr schwierig eine aktive Followerzahl aufzubauen
snapshat
youtube tolle Form der Unterhaltung man muss selbst vor der Kamera stehen bzw. richtig gute Inhalte produzieren

5. Deine Top3-Reiseziele?

London!
Ich liebe diese Stadt einfach. Morgens im Rush in der Liverpool Street Station zu stehen, im Sonnenaufgang über die Millenium Bridge zu spazieren oder sich einfach auf die Suche abseits der touristischen Pfade zu machen. Das ist Entspannung pur!

IMG_8553-Wiederhergestellt

Bangkok!
Ähnlich wie in London schätze ich hier diese lebhafte Wuseligkeit. Die asiatische Kultur gepaart mit dem Großstadtflair und gleichzeitiger „Ranzigkeit“ machen die Stadt einfach liebenswert. 🙂

Platzhalter!
Hier konnte ich noch keinen Favoriten festlegen, denn nur die beiden oben genannten sind in meiner engsten Auswahl und in meinem Kopf wenn ich an ein Top-Reiseziel denke. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen!

6. Dein größtes Abenteuer bisher? Egal ob im Leben oder tatsächlich auf Reisen.

Persönlich: Auf Menschen zugehen ist nie so meine Stärke gewesen. Eines Tages hab ich mich beim Deutschen Roten Kreuz angemeldet und mich seither enorm weiterentwickeln können (siehe unten).

Auf Reisen: Ich beweise mir gerne was ich mir zutrauen kann. So bin ich vor einigen Jahren mit einem Kumpel die Niederländische Küste mit dem Rad hinauf gefahren. Letztes Jahr bin ich mit einem anderen Kumpel in drei Tagen über 250km von Essen nach Amsterdam per Rad gefahren.

7. Für was würdest du jederzeit morgens aus dem Bett springen? Was begeistert dich?

Für meine Frau natürlich, aber auch für jeden anderen der meine Hilfe benötigt! Ansonsten genieße ich die Morgenruhe. Es gibt nichts cooleres als mitten in der Nacht an Plätzen zu sein die Tagsüber voll mit Menschen sind oder den Sonnenaufgang an speziellen Orten zu genießen.

8. Mit was verbringst du deine Zeit am liebsten im Offline-Leben?

Auch hier muss ich wieder etwas ausholen, denn da gibt es zwei Dinge die mir besonders am Herzen liegen.

Ich engagiere mich ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz. Dort bin ich angehender Helfer im Katastrophenschutz und durchlaufe dort viele verschiedene Seminar. Hier lerne ich beispielsweise wie ich Menschen in Notlagen betreuen, eine Erstversorgung von Verletzungen vornehmen oder taktische Einsatzgrundlagen aufnehmen kann. Wahlweise kann sich in bis zu drei Bereichen vertiefen und anschließend ggf. eine Führungsausbildung absolvieren.

Derzeit bin ich in der Spezialisierung zum Rettungshelfer NRW. Nach der fertigen Wochenendausbildung und einem abschließenden Praktikum dürfte ich beispielsweise einen Krankenwagen fahren.

Helfer im Katastrophenschutz ist eine sehr zeitaufwendige Beschäftigung, denn es gibt u.a. einen wöchentlichen Dienstabend, regelmäßige Dienste (z.B. Begleitung eines Fußballspiels, Theateraufführung oder Konzertes) und natürlich noch die Seminare.

Doch was ist so reizvoll? Es gibt kein Geld und man investiert viel Zeit. Doch man lernt für’s Leben und ich habe das Gefühl meine Zeit für etwas sehr sinnvolles einzusetzen! Der positive Nebeneffekt: Ich habe in der Zeit beim „Kreuz“ soviele tolle Menschen kennengelernt. Daraus haben sich teilweise echte Freundschaften gebildet und ich bin sehr froh den Schritt damals gewagt zu haben (mehr dazu in meinem anderen Blog (externer Link) )

Ich kann daher jedem nur Empfehlen sich ehrenamtlich zu engagieren! Man entwickelt sich enorm weiter (nicht nur fachlich, sondern auch persönlich) und lernt eine ganze Menge.

Zum anderen Fotografiere ich sehr gerne. Vor einigen Jahren habe ich mir eine Spiegelreflexkamera gekauft und genieße es auf der Suche nach dem perfekten Foto zu sein. Das schöne: Fotografieren ist sowohl für den Blog eine sehr gute Sache und auch im Ehrenamt bin ich sehr oft mit der Kamera unterwegs. Zudem lässt es sich sehr gut mit dem Reisen verbinden!

9. Ist dein Glas halbvoll oder halbleer?

Halbvoll natürlich!

10. Gibt es irgendetwas was du schon immer Mal machen wolltest, dich aber bisher nicht getraut hast?

Einmal mit dem Rad um die Welt wäre noch so eine Sache die ich gerne eines Tages mal machen würde.

11. Letzte Frage: Wie sieht dein perfekter Tag aus?

Mein perfekter Tag sieht so aus dass ich Abends auf den Tag zurückblicken kann und ehrlich zu mir sagen kann: Das war ein toller und effektiver Tag. Ich habe etwas erreicht und bin stolz darauf.

An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank an Ella für die Nominierung!

____________________________________________________

Liebster-Award-Richtlinien:

  • Danke der Person, die dich für den Liebster Blog Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag
  • Beantworte die 11 Fragen, die du von dem Blogger, der dich nominierte, gestellt bekamst
  • Nominiere  maximal 11 weitere Blogger für den Liebster Blog Award
  • Stelle eine Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen
  • Schreibe diesen Leitfaden in deinen Artikel zum Liebster Blog Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen
  • Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel
  • Das Logo „Liebster Blog Award“ findest du hier

Meine Fragen an die nächsten Nominierten lauten:

  • Wann hattest du die Idee dich selbstständig zu machen?
  • Bist du eher der Planer oder der Macher?
  • Vermisst du das Angestelltenverhältnis?
  • Wo siehst du dich in fünf Jahren?
  • Welche drei Dinge hast du immer dabei um auch unterwegs arbeiten zu können?
  • Absicherung: Wie sicherst du dich für das Alter ab?
  • Was sind deine nächsten Ziele (Reise, Selbstständigkeit)
  • Bereust du den Schritt in die Selbstständigkeit?
  • Kannst du von deinen Einnahmen leben?
  • Was ist deine Definition von Luxus?
  • Wie motivierst du dich täglich aufs neue durchzustarten?
  • Zu guter letzt: Welchen Rat würdest du jemanden mitgeben der gerade auf dem Weg in die Selbstständigkeit ist?

Und der nominierte ist:

DU! Du bist selbstständig und hast Bock dich zu vernetzen und die Fragen zu beantworten? Das ist deine Chance!

Basics: lerne die Zeit richtig einzuteilen

2

Es gibt gewisse Dinge vor denen alle Menschen gleich sind. Eines davon ist die Zeit. Vier aneinandergereihte Buchstaben ergeben den elementaren Bestandteil unseres daseins. Ob Frau, Mann, Katholik oder Evangelist, ob arm oder reich, ob mit Bart oder ohne. Irgendwann trifft es jeden und die Zeit auf dieser Erde ist vorbei. Die Uhr tickt unermüdlich und irgendwann ist bei jedem Schluss. Denn vor der Zeit ist nun mal jeder gleich.

Lerne die Zeit richtig einzuteilen!

Wir wissen nun also dass die Zeit die uns auf diesem Planeten bleibt, endlich ist (Wahnsinn, diese neue Erkenntnis!). Jeder Tag besteht aus 1440 Minuten, folglich aus 86400 Sekunden. Davon hast du sicherlich schon einmal gehört. Ein durchschnittlicher acht Stunden Arbeitstag besteht somit aus 480 Minuten. Minuten die du sinnvoll füllen solltest und auch musst! Dies ist gerade auf dem Weg in die Selbstständigkeit (bzw. auch natürlich im Anschluss) enorm wichtig. Denn in dieser dir zur Verfügung stehenden Zeit solltest du erstens soviel erreichen dass du zufrieden mit deiner Arbeitsleistung bist, zweitens im besten Falle auch noch etwas Geld verdient hast und drittens nicht überlastet bist. Deshalb: Lerne die Zeit richtig einzuteilen!

Warum ist das so wichtig?

Als Selbstständiger Unternehmer bleibt alles aber auch wirklich alles an dir hängen (und dies ist vor allem in der Gründungsphase ein ganzer Batzen!) und es ist nicht immer leicht den Überblick zu behalten und die richtigen Prioritäten zu setzen.

lerne die Zeit richtig einzuteilen
Die Ablenkung im Internet ist enorm. Lerne die Zeit richtig einzuteilen!

Wenn du dann auch noch von zuhause aus arbeitest, schnellen die Möglichkeiten der Ablenkungen plötzlich in ungeahnte Höhen. Auf einmal würde man viel lieber das Badezimmer putzen oder den Müll heraus bringen als sich durch lästige Texte zu lesen oder an einem bestimmten Projekt weiterzuarbeiten.

Auch beliebt ist das „mal eben fünf Minuten im Internet ablenken“. Nach vielen Minuten und zig super interessanten Social Media Profilen widmest du dich wieder deiner Arbeit und musst dort wieder einsteigen. Wenn du das dann hochrechnest, ist schnell mal ein oder zwei Stunden unproduktiv ins Land gezogen.

Doch wie so oft kannst du dir mit einigen Kniffen selbst helfen, diese greifen mehr oder weniger alle ineinander und sorgen für einen halbwegs streßfreien Tag:

Plane deinen Tag

Das mag nicht immer möglich sein, doch bestimmte Sachen kann man planen. Sei es die UST-Voranmeldung, Sortieren von Rechnungen oder das bearbeiten eines bestimmten Projektes. Nimm dir am Vorabend kurz Zeit und plane grob deinen nächsten Tag. So kannst du am nächsten morgen direkt loslegen.

Praxistipp: Ich muss mich manchmal auch zu Sachen zwingen bzw. mich selbst ermahnen. Ich weiß genau wenn ich mich jetzt an den PC setze, bleibt die geplante analoge Aufgabe definitiv für heute liegen. Manchmal muss man sich bewusst selbst manipulieren.

Teile deine Zeit in Zeitblöcke ein

Alternativ kannst du – sofern du richtig viele Aufgaben hast – diese vorab in Zeitblöcke einteilen. So hast du einen etwas strafferen Zeitplan und kannst auf Änderungen am Tag selbst nur recht unflexibel reagieren. Doch kann das System auch Vorteile haben, beispielsweise wenn du einen festen Tag pro Woche mit ähnlichen Tätigkeiten verbringst.

Beispiel:

 8:00 8:30 9:00 9:30 10:00 10:30
E-Mails
beantworten
Recherche Gespräch Kunde 1  Projekt A   Projekt A   Projekt A


Tipp:
mit vielen Kalendern kannst du Zeitblöcke verteilen und siehst direkt wo du dran bist.

Definiere klare Tagesziele

Du wirst feststellen dass es dir wesentlich einfacher fallen wird wenn du statt einem großen Ziel, mit vielen kleinen Zielen auf das große hinarbeitest. Dadurch kannst du öfters Zwischenziele abhaken und die Motivation steigt. Zudem hast du jederzeit einen Überblick wo du gerade stehst und was in der aktuellen Projektstufe noch so zu tun ist. In diesem Beitrag habe ich das Thema „Ziele und deren Erreichung“ bereits etwas ausführlicher durchleuchtet.

Plane ausreichend Pausen ein

Es nutzt dir so ziemlich gar nichts wenn du den ganzen Tag nur durcharbeitest ohne dir auch nur eine Pause zu gönnen. Deine Leistungskurve nimmt ab und die Ablenkungsgefahr steigt. Du wirst immer unkonzentrierter und irgendwann bist du völlig weg vom eigentlichen Thema. Das wiederum verzögert das erreichen deines Zieles und du gehst vorbelastet in den nächsten Tag.

Lerne die Zeit richtig einzuteilen
Lerne die Zeit richtig einzuteilen und da gehören Pausen definitiv dazu!

Deshalb: Mach deine Pause nicht am Schreibtisch! Geh an die frische Luft, fahre eine Runde Fahrrad, genieße die Sonne oder setz dich einfach in den Park. So bekommst du den Kopf frei und kannst anschließend wieder richtig motiviert durchstarten!

Praxistipp: Mache deine Pause so wie du es dir in einem Angestelltenverhältnis immer gewünscht hättest!

Finde deinen Rhytmus

Bist du eher der Frühaufsteher? Oder kommst du erst nach der dritten Tasse Kaffee mittags um zwölf so richtig auf Touren? Völlig egal, aber nutze deine persönliche Leistungskurve zu deinem Vorteil! Nutze die Zeit um produktiv die Ziele mit hoher Priorität abzuarbeiten und komme so Schritt für Schritt näher ans Ziel!

Tipp: Trage dich in meinen Newsletter ein und erhalte Neuigkeiten, Tipps und Tricks rund um den Weg in die Selbstständigkeit. Keine Sorge ich versende keinen Spam. 

Nutze tote Zeit

Tote Zeit ist immer die Zeit in der du eigentlich nur dasitzt und auf ein bestimmtes Ereignis wartest. Beispielsweise wartest du während einer Zugfahrt auf das Erreichen des Zielbahnhofes, beim rendern des Videos dass der PC endlich wieder nutzbar ist oder im Wartezimmer einer Behörde / Arzt darauf an der Reihe zu sein. Die Zeit ist tot und verfliegt einfach.

Nutze diese Zeit! Lies ein Fachbuch, höre einen Podcast, sortier Unterlagen oder mach dir Gedanken um die zukünftige Ausrichtung. Denn auch diese tote Zeit summiert sich im Monat auf eine sehr hohe Zahl und ist viel zu schade um einfach so zu verstreichen.

Hole dir Hilfe

Du hasst es stundenlang für einen Fachtext zu recherchieren? Das macht gar nichts! Hol dir doch einfach Hilfe! Es gibt im Internet viele verschiedene Webseiten die sich genau darauf spezialisiert haben bestimmte Aufgaben für andere zu übernehmen. Source bestimmte Aufgaben einfach aus.

Beispiele:
Texte schreiben lassen – Textbroker, content
Fotos: pixabay, pixelio, fotolia,
Buchhaltung: Steuerberater
Sonstige: fiverr

Du siehst dass du eine ganze Menge arbeit auslagern kannst, dies kostet natürlich in der Regel einen gewissen Betrag. Diesen musst du jedoch immer in das Verhältnis deiner eigenen Arbeitsleistung setzen. Oftmals ist es günstiger etwas auszulagern als sich stundenlang durch eine Materie zu quälen. Lerne die Zeit richtig einzuteilen!

Sei immer du selbst

Zu guter letzt: Egal was du machst, sei immer du selbst! Höre auf dein Bauchgefühl und das was dein Kopf dir sagt. Wenn dein Körper dir sagt dass du gerade jetzt eine Pause braucht, dann mach jetzt eine Pause. Denn du würdest dich nur quälen und am Ende würde das Ergebnis immer unproduktiver. Verbiege dich nicht um unbedingt ein Ziel heute zu erreichen (ausser du hast eine Frist), splitte es lieber in weitere Zwischenziele auf. Aber halte auch immer im Kopf dass du das Ziel eines Tages erreichen musst. Letztlich musst Du einen gesunden Mittelweg finden. Denn wenn du eine Sache nicht mit 100% Rückhalt von dir selbst machst, wird sie nichts werden. Im Ruhrpott würden wir jetzt sagen: Isso!

Fazit

Es ist nicht immer leicht die Zeit richtig einzuteilen und die richtigen Prioritäten zu setzen. Viel hat auch mit Motivation zu tun. Dies sind auch nicht für jeden allgemein gültige „Regeln“, mir haben sie jedoch sehr geholfen. In diesem Sinne: Lerne die Zeit richtig einzuteilen und du wirst schnell merken dass du wesentlich effektiver arbeitest.


Was sind deine Tipps und Tricks zur optimalen Zeiteinteilung? Schreibe es in die Kommentare!

Eine schonungslose Analyse

2

In meiner bisherigen Internetlaufbahn hatte ich schon so einige Webseiten und Blogs. Allesamt haben mir immer Spaß gemacht und ich habe diese aktiv betrieben. Zumindest in meinen Blogs blieben aber die großen Erfolge immer aus. Dies hatte zur Folge dass diese irgendwann langweilig wurden und die Motivation dadurch enorm sank. Da ich mich seit einiger Zeit nun aktiv mit den Themen Unternehmensgründung, Internetmarketing und Ortsunabhängiges Arbeiten beschäftige, habe ich die vergangenen Situationen versucht zu analysieren.

Im Großen und ganzen lassen sich die Grundpfeiler des Erfolgs in drei verschiedene Kategorien unterteilen. Diese greifen allesamt ineinander über und ergeben das Große ganze. Diese Kategorien hingegen lassen sich wiederum in Unterkategorien unterteilen (hierzu mehr in einem anderen Artikel).

1. guter Inhalt

Ein wichtiger Bestandteil einer Internetseite ist natürlich der Inhalt. Ohne Inhalt wird die Verweildauer auf dem Blog sehr gering sein und die Haltwertdauer dieses ebenfalls. Doch Inhalt allein reicht nicht aus, es muss guter Inhalt sein. Der Hintergrund muss gut recherchiert sein und dem Leser einen Mehrwert schaffen. So dass dieser überzeugter Leser bleibt.

Merksatz: Ohne Inhalt, keine Leser. Ohne Leser kein Einkommen.

2. Suchmaschinenoptimerung (SEO)

Von SEO hatte ich früher schon gehört, doch so richtig angefangen es umzusetzen hab ich erst vor gut anderthalb Jahren. Dabei ist es weder schwierig noch besonders aufwendig, man muss es nur verstehen! Wenn man sich google Richtlinien und Regeln ersteinmal verinnerlicht hat, machen viele Dinge rund um das Pageranking (=Position in den Suchergebnissen) wirklich Sinn und erscheinen logisch. Man muss sich dem Thema halt nur einmal annehmen, dabei können beispielsweise auch Plugins helfen (ich selbst benutze die basicversion von yoastSEO). Und da die Zahnräder der drei Säulen in einandergreifen, steigt somit auch die Qualität der Beiträge. Dies wiederum führt zu einem höheren Ergebnis in den Suchergebnissen und dies wiederum zu mehr Lesern.

Beispiel: 
Man sagt dass der optimale Beitrag mindestens 300 Wörter enthalten sollte. Das ist eine Zahl die man erst einmal erreichen muss. Zugleich sollte das Keyword (Suchwort für die Suchmaschine) etwa 2% des Wörtervolumens ausmachen. Bei 300 Wörtern sollte das Keyword also rund 6x im Text vorkommen. Dadurch schreibt man Texte von Anfang an ganz anders und versucht das optimale herauszuholen aber ohne den Fokus für den Leser zu verlieren.

Merksatz: Bessere Platzierung bei google = mehr Leser = mehr Einkommen

Werbung:

3. Networking

Doch genau die beiden Punkte hatte ich doch nach bestem Wissen und Gewissen (zumindest bei meinem letzten Blogprojekt) umgesetzt. Aber wieso blieben trotzdem immer die Besucher aus bzw. bewegten sich auf niedrigem Niveau? Ganz einfach: Ich hab kein richtiges Networking betrieben!

Networking, so what?!

Ich hab zwar ab und an ein Teaserbild auf instagram hochgeladen und per Plugin wurde der Artikel auf twitter und meiner (toten) Facebookfanseite gepostet, doch das wars! Ich habe nie aktiv meine Beiträge und Ratschläge mit meinem Network geteilt. Meine Beiträge nicht in Themenspezifischen Gruppen gepostet, keine Gastbeiträge geschrieben und auch sonst kaum irgendwelche Aktionen betrieben.

Inhalte müssen breit gestreut werden: Networking
Inhalte müssen breit gestreut werden: Networking

Doch warum ist das so?

Ich denke es hing viel damit zusammen dass ich Angst hatte dass meine Beiträge vielleicht nicht gut genug sein könnten. Denn immerhin gibt es Unmengen an verschiedenen Blogs und Webseiten zu jedem noch so spezifischen Thema. Wie sollte ich mit meinen Beiträgen dagegen ankommen? Ich werd doch bestimmt eh nur in der Luft zerrissen. Auch fand ich es irgendwie immer seltsam wenn mir persönlich bekannte Personen (aus meinem Umfeld) meine Beiträge ließt. Das war mir befremdlich.

Irgendwann geht dies natürlich auch unbewusst in die Qualität der Beiträge über. Jetzt im Nachhinein betrachtet wundert es mich nicht dass meine Blogreichweite nicht sehr groß war.

Aus Fehlern lernen

Doch wie kann ich nun aus dieser Situation lernen und es in Zukunft (beispielsweise mit diesem Blog) besser machen? Ich denke aufgrund der hohen Anzahl an unterschiedlichen Webseiten und Blogs sowie der immer fortschreitenden Digitalisierung ist es enorm wichtig aktiv zu netzwerken. Das heißt also beispielsweise sich mit Gleichgesinnten zu treffen bzw. zu unterhalten, Gastbeiträge in themenspezifischen Seiten zu schreiben, Beiträge aktiv in Gruppen zu vermarkten und auf eine Ausgeglichenheit zu achten.

Mittlerweile lese ich daher viel öfters in relevanten Gruppen bzw. Foren und tausche mich mit anderen Bloggern bzw. Unternehmensgründern aus. Getreu dem Motto „Gebe und Profitiere irgendwann selbst“ schau ich mir beispielsweise andere Blogs / Produkte an, gebe meine Meinung dazu ab oder schreibe ernst gemeinte Kommentare dazu. Dadurch enstehen nicht nur Kontakte sondern auch wird meine Internetseite gestreut und die Chance dass meine Beiträge echte Leser finden, steigt dadurch ebenfalls.

Sich ein Netzwerk aufzubauen ist ein langwieriger und zeitfressender Prozess, aber am Ende wird dies eben auch belohnt. Wenn du ein gesundes Netzwerk aufgebaut hast, kommen dadurch immer wieder neue Kontakte zusammen aus denen sich wiederum neue Projekte ergeben können. Das klassische „Vitamin-B-Prinzip

Dies ist sicherlich nur ein Anfang, doch ist dieser Anfang schon mehr als ich die letzten Jahre betrieben habe.

Wie hast du bisher deinen Blog nach vorne gebracht?

Werbung:

Wochenrückblick KW 28 (Juli 2016)

0

In dieser Woche möchte ich nicht nur meinen ersten Wochenrückblick starten sondern auch eine neue Serie. Zusätzlich zu meinen Freitagsbeiträgen wird es mit dem Wochenrückblick nun eine gewisse Beitragskontinuität geben.

In der zurückliegenden Woche habe ich einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit hinter mich gebracht: Die Gewerbeanmeldung.

Dazu war ich am Montag beim Gewerbeamt der Stadt Essen und habe dort das entsprechende Formular zur Anmeldung eines Gewerbes ausgefüllt und direkt die erste Betriebsausgabe generiert.

Da ich ursprünglich zum 7.7 (ich fand dies sei ein passendes Datum) mein Gewerbe anmelden wollte, aber kläglicherweise meinen Personalausweis nicht dabei hatte, hab ich dies einfach am Dienstag nachgeholt. Das war gar kein Problem und geht hier in Essen (Ruhr) bis zu vier Wochen rückwirkend. Gute Sache!

Fortan darf ich also unter meinem eigenen Namen mein Einzelgewerbe mit Gewinnabsicht führen. Ich sag euch, das fühlt sich toll an!

Allzuviel ist ja bisher nicht passiert, aber durch die Gewerbeanmeldung ist ein wichtiger Sockel des Fundamentes entstanden und es geht jetzt richtig los!

 

Gründung: Die Gewerbeanmeldung

0
durch die Gewerbeanmeldung stehen alle Türen offen
durch die Gewerbeanmeldung stehen alle Türen offen

Freunde, es wird ernst! Nachdem ich ja den Entschluss gefasst habe mich selbstständig zu machen, geht es jetzt daran dies auch umzusetzen. Denn die besten Ideen nützen herzlichst wenig, wenn diese Anschließend nicht umgesetzt werden oder man noch monatelang nachdenkt und wartet.

Die Gewerbeanmeldung – kein Buch mit sieben Siegeln

Damit alles seinen rechten Weg laufen kann, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Eine davon ist die Gewerbeanmeldung. Durch die Gewerbeanmeldung sagst du der Stadt, dem Staat (u.a. Finanzamt) und anderen Institutionen (z.B. IHK) dass du fortan ein Unternehmen führst. Dabei gibst du gewisse Basisinformationen an, dazu zählen unter anderem dein Name, dein Adresse und dein Tätigkeitsschwerpunkt. Ausserdem gibst du in der Gewerbeanmeldung an ob du dein Unternehmen als Nebengewerbe oder in Vollzeit führen wirst. Dies ist unter anderem für das Finanzamt von Bedeutung.

Das schwierigste: Der Tätigkeitsschwerpunkt

Für mich war der Punkt 15: angemeldete Tätigkeit der schwierigste. In dieser Zeile wird definiert in welcher Branche sich dein Unternehmen befindet und welchen Tätigkeitsschwerpunkt es haben wird. Anhand dieser Stichwörter wird dann geprüft ob beispielsweise ein Handwerk (-> Zwangsanmeldung bei der IHK) oder eine genehmigungspflichtige Tätigkeit ausgeübt werden soll. Wer beispielsweise einen Imbiss eröffnen möchte hat dabei ganz andere Hürden als ein Webseitenbetreiber.

Als angemeldete Tätigkeit habe ich als erstes den Begriff „Internetmarketing“ bzw. „Internetdienstleistungen“ angeben wollen, doch dies hat der Sachbearbeiterin nicht gefallen. Vermutlich konnte Sie mit dem Begriff einfach nichts anfangen. Sie wollte mich dann in die Ecke „Internetwerbung“ setzen, doch damit hatte ich ein Problem. Denn Marketing ist ja vielmehr als nur Werbung. Daher hab ich mich dazu entschieden den Punkt aufzuschlüsseln. Eingetragen sind nun:

Internetwerbung, Webdesign, Betreiben von Webseiten,

durch die Gewerbeanmeldung stehen alle Türen offen
durch die Gewerbeanmeldung stehen alle Türen offen, auch wenn noch einige weitere Schritte notwendig sind.

Ansonsten ist das Formular für die Gewerbeanmeldung recht intuitiv gehalten und leicht verständlich. Bei vielen Städten und Gemeinden kann die Gewerbeanmeldung mittlerweile online erfolgen, da man Rückfragen aber besser direkt persönlich an den Sachbearbeiter stellen kann empfehle ich den Gang zum Amt.

Die Kosten für die Gewerbeanmeldung sind nicht gesetzlich festgelegt und schwanken je nach Stadt zwischen 20 und 70€. Hier bei mir in Essen sind die Kosten für die Gewerbeanmeldung bzw. -ummeldung mit 20€ festgesetzt. Ziemlich fair.

Fazit: Leichter geht´s kaum.

Wenn man von den kleinen Diskrepanzen bei den Tätigkeitsschwerpunkten absieht, muss man sagen dass es ziemlich einfach ist ein Unternehmen zu gründen. Ist das Formular ausgefüllt wird es automatisch an die verschiedenen Institutionen wie zum Beispiel das Finanzamt oder die IHK geschickt. Diese kommen dann mit weiteren Formularen und komplettieren die Unternehmensgründung. Vom Gefühl her ist es schwieriger den richtigen Tarif im Nahverkehr zu finden als in Deutschland ein Gewerbe anzumelden.

Werbung:

Was war deine Erfahrung bei der Gewerbeanmeldung?